DIE FABRIK

 

DIE BAUMWOLLWEBEREI VON ROE’

1882 gruenden der Gewerbetreibende aus Busto Arsizio Pietro Pozzi und der Schweizer Alfredo Streiff die Gesellschaft “Cotonificio Bresciano Pozzi, Streiff & C.”, die nach weniger als 2 Jahren von den schweizerischen Industriellen Hefti uebernommen wird.

1890 sind die beschaeftigten Arbeiter 230. Im Jahr 1907 tritt das Werk der geldkraeftigen Industrie- gruppe De Angeli bei und 1923 zaehlt es mehr als 600 Arbeiter. In der Umgebung der Fabrik entstehen die Arbeiterhaeuser, ein Kinderheim und eine Schule fuer die Kinder der Arbeiter,  Waschplaetze,  Schlafsaele, ein Theater und ein Speisesaal.

In der zweiten Nachkriegszeit wird die Gesellschaft von der Gruppe “Cotonificio Cantoni” und von der Bastogi uebernommen.

Der langsame Untergang der Baumwollweberei faengt in diesen Jahren an: die Zahl der Arbeiter vermindert sich von 2250 im Jahr 1951 zu 1177 im Jahr 1953, bis zur Stilllegung, die im Herbst 1958 stattfindet.


 

DIE BAUMWOLLWEBEREI VON VILLANUOVA

1882 gruenden der Gewerbetreibende aus Busto Arsizio Pietro Pozzi und der Schweizer Alfredo Streiff die Gesellschaft “Cotonificio Bresciano Pozzi, Streiff & C.”, die nach weniger als 2 Jahren von den schweizerischen Industriellen Hefti uebernommen wird.

1890 sind die beschaeftigten Arbeiter 230. Im Jahr 1907 tritt das Werk der geldkraeftigen Industrie- gruppe De Angeli bei und 1923 zaehlt es mehr als 600 Arbeiter. In der Umgebung der Fabrik entstehen die Arbeiterhaeuser, ein Kinderheim und eine Schule fuer die Kinder der Arbeiter,  Waschplaetze,  Schlafsaele, ein Theater und ein Speisesaal.

In der zweiten Nachkriegszeit wird die Gesellschaft von der Gruppe “Cotonificio Cantoni” und von der Bastogi uebernommen.

Der langsame Untergang der Baumwollweberei faengt in diesen Jahren an: die Zahl der Arbeiter vermindert sich von 2250 im Jahr 1951 zu 1177 im Jahr 1953, bis zur Stilllegung, die im Herbst 1958 stattfindet.


 

DIE WOLLFABRIK VON GAVARDO

Am 27. Juni 1889 wird in Mailand die Gesellschaft Wollverarbeitung von Gavardo gegruendet. Teilhaber davon sind Unternehmer aus der Schweiz und der Brianza und mailaendische Bankiers.

Das Unternehmen wird am 27. Maerz 1891 eroeffnet und arbeitet mit 160 Arbeitern an den 6000 Spindeln der Spinnerei und in der Faerberei.

Im Jahr 1901 sind die Angestellten 512, waehrend sich die Fabrik – von dem Schweizer Ernesto Luthy geleitet –  weiter entwickelt: in diesen Zeiten wird die Wollverarbeitung von Gavardo von der Presse als ”die groesste des Faches in Italien” definiert.

Im Jahr 1960 erreicht das Werk die Hoechstzahl der Angestellten (1223). 1977, nach einer schweren Krise, wird die Fabrik – die 240 Angestellte beschaeftigt – von der Spinnerei Grignasco uebergenommen (der Name wird dann in Grignasco Garda geaendert), die sie dann schliesslich stilllegt.

 

DIE EISENBAHN REZZATO-VOBARNO

Die Bahn Rezzato-Vobarno, von dem Ingenieur Giuliano Corniani geplant, ist die einzige Konzessionseisenbahnlinie, die nur mit privatem Kapital aufgebaut wurde.

Die vollstaendige Linie wird am 6. Dezember 1897 eroeffnet. Vier Hin- und Rueckfahrten werden pro Tag gemacht, die aus Eisenbahnzuege sowohl fuer Reisende als auch Waren bestehen. Der Verkehr ist durch drei Dampflokomotiven – “Italia”, “Caffaro” und “Vallesabbia” – garantiert.

Der Eisenbahnbetrieb wird 1910 von der Provinz Brescia geleitet, die ihn 1920 an die Gesellschaft  “TEB. Tramvie Elettriche Bresciane” abtritt.

Die TEB setzt auch die  Strassenbahnlinie hinzu. 1963 wird der Warenverkehr  der Falck von Vobarno ueberlassen, die die Eisenbahnlinie bis 1967 benutzt.


 

DAS EISENHUETTENWERK VON VOBARNO

Die Gesellschaft “Ferriera di Vobarno“ entsteht 1871, gewollt von Giuseppe Ferrari 1868.

Vobarno wird bald „Terni der Lombardei” genannt: hierher kommt 1881 16% der nationalen Produktion, dank der Arbeit von 350 Angestellten.

1906 tritt das Eisenhuettenwerk von Vobarno als Teilnehmer in die Gesellschaft  “Acciaierie e Ferriere Lombarde Falck” ein. Nach dem ersten Weltkrieg bleibt das Eisenhuettenwerk von Vobarno das wichtigste der Lombardei. 1931 sind dort 1400 Arbeiter beschaeftigt und es gibt 4 Kessel, die 50.000 Tonnen Eisen pro Jahr verarbeiten. Der Betrieb erbaut Arbeiterhaeuser, bestreitet  Hilfsvereine, ein Lebensmittelgeschaeft, einen Dilettantenverein und eine wichtige Fussballgesellschaft. In der zweiten Nachkriegszeit, nach den Jahren des Boom, wird die Produktion immer mehr herabgesezt, bis zur Stilllegung in den 90ger Jahren.

 

schriftsteller

Eugenio Bertuetti (1895-1964)

Der Schriftsteller und Lustspieldichter von besonderem Talent, war auch Theaterkritiker und Journalist. In Sopraponte von Gavardo geboren, leitete er die turinische Tageszeitung “Gazzetta del Popolo” von 1939 bis 1943 und, vom Jahr 1953 bis 1960, den “Radiocorriere”.

Zwischen den zwei Weltkriegen, gehoert er zum Verwaltungsrat der Koeniglichen Albertinischen Kunstakademie.

In diesen Jahren wird er mit dem Ehrenzeichen “Commendatore della Corona d’Italia” ausgezeichnet. Ausser der erheblichen Produktion im Theaterbereich zeichnen sich zahlreiche fuer den Rundkunft geschriebe Werke aus und die Elzevire fuer den “Corriere della Sera” und fuer die Zeitschrift “Epoca”.

Seine kurze Erzaehlung “Non scherzare signorina” brachte ihm 1950 den Prestigepreis der Presse “Saint Vincent”, wie auch Italo Calvino und Dino Buzzati, ein.



Arnaldo Baruzzi

In Gavardo geboren und bei der lokalen Elektrizitaetsgesellschaft angestellt, hat er immer die Liebe fuer das Schreiben gepflegt. In der Tageszeitung “Il Popolo di Brescia” erschienen  1943 einige Leitartikel vom ihm geschrieben, dem Fluss und seinen Ufer gewidmet.

Er widmete sich dann den Studien ueber das Leben des Erfinders der Geige, Antonio Stradivari;  seine Werke sind in Deutschland und in England uebersetzt worden.



Vittorino Ravasio (1907-1982)

Im Alter von 15 Jahren tritt er in das “Cotonificio Bresciano Ottolini” ein und wird noch sehr jung zum geschaetzten Manager. Diese Erfahrung erlaubt ihm einige technische Monographien zu schreiben. Er pflegt den literarischen Beruf und schreibt einige Gedichtbaende und einige mit seiner Gemeinschaft verknuepfte Werke.

Er hat ungefaehr Hundert Preise, ehrenvolle Erwaehnungen und Hinweise in Literatur- und Dichterwettbewerben erhalten, darunter den Preis “Termoli” fuer Dichtung (1977) und den zweiten Preis fuer die Erzaehlung in Tolentino (1977).



Giuseppe Solitro (1855-1950)

Giuseppe Solitro ergaenzt seine Studien an den Universitaeten Padova und Bologna. Nach einigen Lehrerfahrungen in den Venetien, wird er im Jahr 1883 zum Lehrberuf in Literatur an der technischen Schule von Salò bestimmt und wird Praesident des lokalen Athenaeums.

Zahlreiche sind seine historischen Werke  dem Stadtgebiet Brescia und der Umgebung des Gardasees gewidmet, vor allem in Bezug auf Renaissancethemen und Literaturkritik.

Das monumentale Werk “Benaco” (1897, mehmals gedrueckt) und das Werk “Der Gardasee” (1904) - von dem Italienischen Institut fuer Kunstdruecke von Bergamo in Auftrag gegeben – wurden von ihm geschrieben.



Lorenzo Gigli (1889-1971)

Fruchtbarer Schriftsteller und Journalist; seine Doktorarbeit, dem italienischen Roman gewidmet, wird vom Buchverlag Zanichelli mit dem Titel “Der italienische Roman von Manzoni bis D’Annunzio) herausgegeben.

Nach Turin uebergesiedelt, beginnt er im Jahr 1928 die Leitung der Wochenzeitung “L’Illustrazione del Popolo”, die er ununterbrochen15 Jahre lang leiten wird, bis 1943.

Zahlreiche sind seine Buecher, die der italienischen und franzoesischen Literaturgeschichte gewidmet sind, die Baende fuer die groessten italienischen Buchverlage und die Theaterarbeiten.

Lorenzo Gigli war auch Praesident vom “Centro Studi Alfieriani” und 1970 bekommt er den Preis “Presidente della Repubblica”. 1932 „Cavaliere della Corona d’Italia“ ernannt, war er ab 1961  Mitglied des Athenaeums von Brescia.